Das älteste Zeugnis über die Herkunft des Camargue-Stierkampfes datiert aus dem Jahr 1402 in Arles: Ein Stierkampf wurde zu Ehren von Ludwig II., Grafen der Provence veranstaltet. Später, gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Zirkusspiele heftig kritisiert und man geht zu einem weniger grausamen Stierspiel über, wo der Mensch allein mit dem Stier spielt: man befestigt verschiedene Dinge an seinen Hörnern (Blumen, Tücher, dreifarbige Kokarden der Stierzüchter, manchmal sogar Würste oder andere Lebensmittel), die von den jungen Kämpfern abgerissen werden sollen. Um 1890 erkennen die Züchter den Wert der Stierrasse "Camargue", die Dank ihrer Morphologie und ihrer Angriffslust eher zum Kampf als zur Arbeit oder Fleischproduktion geeignet ist. Man beginnt eine Kokarde zwischen den Hörnern des Stieres zu befestigen und Prämien werden an denjenigen ausgegeben, dem es gelingt sie abzureißen: Das ist die course libre, der provenzalische Stierkampf. Eine Regelung betreffend der Kokarden und der Haken wird eingeführt. Nur die "regelrechten" Raseteurs (Stierkämpfer), seitdem ganz in weiß gekleidet, werden in der Arena zugelassen. Später werden noch andere Merkmale (Attribute) hinzugefügt. Die offizielle Instanz, die die Gesamtheit dieser Stierkämpfe reglementiert ist der Französische Verband der Camargue-Stierkämpfe (FFCC).
- Programm 2008 - "Club Taurin de la Vallée des Baux" Maussane
- Programm der Region: Febr., März, April, Mai, Juni, Juli, August, Sept., Okt., Nov.
- Course camarguaise "Corcade d'or 2006", Arles - (Fotoalbum)
- Spiele der Welt
- Erster langer Trompetenstoß - er kündigt den Stier an.
- Der Stier (Biou) kommt aus dem Toril (Stall) und sucht sich "sein Quartier", meist eine Stelle in der Arena von der aus er sich verteidigen kann. La Pesidence nennt den Namen des Tieres, den Namen der Zucht und kündigt die Prämien der Kokarde und Eicheln an. Bei einem Stierkampf, wo verschiedene Stierzuchten vertreten sind, trägt der Stier (oder die Kuh) manchmal eine Devise (Abzeichen mit den Farben seiner Zucht).
- Zweiter kurzer Trompetenstoß - danach dürfen die Raseteurs den Stier provozieren.
- Le Raset - abreißen der Attribute
- Le Tourneur, ein ehemaliger Raseteur, lenkt die Aufmerksamkeit des Stieres durch Rufe und Gesten auf sich, um den Stier gut zu platzieren und um so den Kampf für den Raseteur vorzubereiten.
- Der Raseteur läuft los, der Stier greift an.
- Der Raseteur und der Stier kreuzen sich, beim Schnittpunkt versucht der Raseteur mit seinem Haken eines der Attribute abzureißen (zuerst die Kokarde, dann die Eicheln und zum Schluss den ersten und zweiten Bindfaden).
- Flucht des Mannes hinter die Barrikaden. Ein guter Kampfstier verfolgt ihn bis er an die Barrikaden stößt.
- Der Stier bleibt max. 15 Min. in der Arena. Ein dritter Trompetenstoß gibt das Zeichen für den Rückzug des Stiere in den Toril, ganz gleich ob er noch oder keine Attribute mehr hat. Will der Stier nicht in der Toril zurück so schickt man einen Simbeù in die Arena (Anführungsrind der Zucht mit einer Glocke am Hals). Meist folgt ihm der Kampfstier bis in den Toril.
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Die Attribute: Cocarde - Kokarde Frontal - Stirnband Glands - Eicheln Ficelles - Bindfäden |
- Programm 2008 - "Club Taurin de la Vallée des Baux", Maussane
- Programm aux region: février, mars, avril, mai, juin, juillet, août, sept, oct, nov
- Déroulement d'une course camarguaise
- Course camarguaise "Corcade d'or 2006", Arles - (album de photos)
- Club Taurin de la Vallée des Baux
